…denn sie wissen nicht, was sie tun.

Gestern den Film „Denn sie wissen nicht, was sie tun“ gestreamt. Es ist eine Ecke her, dass ich ihn zuletzt gesehen habe. Damals, als ich noch ziemlich jung und sehr unsicher durch mein Leben tapste. James Dean war da schon eine Offenbarung. Er verkörperte durch seine Rolle als erziehungsschwieriger Schüler einen Mangel, dessen ich mir nicht bewusst war und der sich aber immer wieder durch eine gewisse Orientierungslosigkeit oder unglückliche Verliebtheiten bemerkbar machte. Was ich da von ihm sah, war niemals ein Spiel, sondern immer ein großer Ernst, so wie damals das eigene junge Leben ein enorm großer Ernst gewesen ist. Wenn er sich in seinem Wagen eine Zigarette anzündete, blickte ich in meine eigene, damals ziemlich unbestimmte Seele. Nie hatte ich das Gefühl, er verkörpere diese Figur, nein er war sie ganz und gar. Jetzt beim neuerlichen Schauen wurde mir klar, was mir an ihm immer gefiel. Kein Imponiergehabe eines Halbstarken, das nur die eigene Verletzlichkeit kaschiert, sondern pure Aufrichtigkeit. Und immer noch, wenn ich einen Kleiderladen betrete, suche ich vergeblich diese verdammt coole, rote Windjacke.

denn sie wissen nicht