Der Schreibtisch, die Insel

Mein Schreibtisch ist ein verschwiegener Ort. In einer Ecke in einem dunklen Zimmer hat er seinen Standort. Durch das kleine Dachfenster dringt kaum Licht. Ich muss die kleine Lampe einschalten. Ich setze mich in den warmen Lichtkegel. Abschied von allem, was mich stört. Von dem Gerede, dem Telefon, dem schmutzigen Geschirr in der Küche, von meiner Unruhe und gelegentlich, wenns richtig gut ist von der Zeit. Ich sitze einfach nur da und schreibe in der Blase des Lichts. Der Router leuchtet hinter Türen und Wänden. Die Schimäre der offenen Welt lauert, Nach Stunden oder schon Minuten erliege ich ihr. Mit großer Bestimmtheit. Am Ende liege ich wie ein erschlagener Krieger auf der Tischplatte.