Dokumentarfilm: „The Self Portrai“t über die norwegische Fotografin Lene Marie Fossen (Dokfest München)

Dokumentarfilm: „The Self PortraitOLYMPUS DIGITAL CAMERA“ über die norwegische Fotografin Lene Marie Fossen (Dokfest München)
Jeder Mensch sucht sich den Raum, der zu ihm passt und auch das Licht, das ihm wohlgeSonnen ist und in dem er sich mit seinen Möglichkeiten entfalten kann. Der Künstler inszeniert diesen Raum und das Licht mit Farben, Musik oder Worten. Der Fotograf interpretiert beides und verwandelt das Bild durch seinen speziellen Blick und durch sein persönliches Empfinden.
Die norwegische Fotografin Lene Marie Fossen schafft Bilder, wo sie ihren zerbrechlichen Körper einbettet in eine verfallene, verwitterte, vom Menschen aufgegebene Welt. Ein Stück Aufgehobensein, ein Ewigkeitshauch in einem Dasein, das sich jederzeit endgültig auflösen kann. Dies Tatsache gilt für jeden. Aber bei ihr ist sie immer sichtbar. An ihrem Körper, der wie ein Grashalm im Wind ist. Sie in der Dokumentation zu beobachten, ist schwer auszuhalten. Seit 20 Jahren hat Lene Marie Fossen Anorexie, sich geweigert genug Nahrung zu sich zu nehmen. Schwerelos bewegt sie sich mit ihrer Kamera von Ort zu Ort. Ihr Körper wie ein Gerüst, das ihren Geist und ihren Blick über die Erde trägt. Ihre Bilder verleihen ihrem Dasein Gewicht und tiefe Bedeutung. Die Kamera fängt das auf, hält fest, lässt das erstarren, was sie denkt und fühlt, wie sie sich selbst wahrnimmt. Ruhelos blickt sie sich um nach Gesichtern und vor allem Räumen mit großen, immer staunenden Augen: „But it´s so difficult to give life the space to become what it wants to be.”

https://programme.dokfest-muenchen.de/de_DE/dokfest-films/14328